Der Wald als Therapeut 



Die Menschen waren immer schon eng mit Bäumen und dem Wald verbunden. Bäume hatten in früheren Zeiten eine besondere Bedeutung für sie, sowohl wirtschaftlich, als auch spirituell. Außerdem besitzen die Gestalten von alten Baumriesen eine ganz eigene Ausstrahlung, deren Faszination für den Menschen in fast allen Kulturen zu finden ist. Somit ist es kaum verwunderlich, dass Bäume und Wälder für den Menschen als göttlich galten.


Bäume zählen zu den gemeinsamen Archetypen der Menschheit. Archetypen sind die unbewussten Urbilder im Menschen, die jeder unabhängig von seinen eigenen Erfahrungen besitzt. In vielen Mythologien erscheint der Kosmische Baum als Spiegel des Universums und als Mittler zwischen den drei Welten: der Unterwelt, der Erde (Welt der Menschen) und dem Himmel. Er ist der Weltenbaum, die Achse und Stütze der Welt, wie wir ihn in der Edda, dem altisländischen Sagenwerk, mit der Esche Yggdrasil finden. Die religiöse Bedeutung von Bäumen und Wäldern war in den germanisch/keltischen Kulturen so groß, dass die christlichen Missionare die heiligen Wälder zerstörten und den Baumkult vernichteten. Verständlicherweise stießen sie damit auf heftigen Widerstand. Die frühen Christen halfen sich damit, dass sie der Verehrung dieses Kultes eine christliche Bedeutung gaben. Somit wurden viele Orte und Bäume der Jungfrau Maria oder anderen Heiligen geweiht, ja sogar ganze Feste christianisiert, wie zum Beispiel das alte Julfest zu Weihnachten.


Der Wald dient als Symbol des Geheimnisvollen, Unbekannten, schwer zu Durchdringenden – ganz ähnlich dem Unbewussten des Menschen – und der ungezähmten wilden Natur. Der Baum ist fest mit der Erde verwachsen. Seine Wurzeln dringen tief in sie ein und verbinden ihn mit der nährenden Kraft von Mutter Erde. Da Bäume im Verhältnis zum Menschen sehr alt werden, werden sie häufig mit dem ewigen Leben in Verbindung gebracht. 


Doch nicht nur symbolisch sind Bäume und Wälder dem Menschen wichtig, auch ihr gesundheitsfördernder Aspekt sollte nicht außer Acht gelassen werden. So ist es kaum verwunderlich, dass japanische Ärzte ihren Patienten den Aufenthalt im Wald verordnen – das sogenannte Shinrin Yoku, zu Deutsch Waldbaden genannt, das nun auch mittlerweile bei uns großen Anklang findet. Doch wie ist es möglich, einen gesundheitlichen Nutzen durch einen Aufenthalt im Wald zu ziehen? 


Es ist mittlerweile wissenschaftlich belegt, dass Pflanzen und Bäume untereinander kommunizieren. Dies tun sie, indem sie über Duftstoffe permanent sehr komplexe Informationen senden und untereinander austauschen. Diese sogenannten Pflanzen-„Vokabeln“ auch als Terpene bekannt, schützen die Pflanze vor Fressfeinden, indem sie zum Beispiel unangenehm riechende oder schmeckende Terpene ausstoßen. Diese Stoffe haben aber auch den Zweck, die Befruchtung der Pflanzenblüten dadurch voran zu treiben, indem sie ganz besonders anziehend duftende Terpene produzieren, damit die befruchtenden Insekten angelockt werden. Doch was haben die Terpene mit uns Menschen zu tun? 



Das Immunsystem des Menschen ist laut neuster wissenschaftlicher Erkenntnis in der Lage, wahrzunehmen, zu kommunizieren und zu handeln, ja es entpuppt sich nach diesen Erkenntnissen mehr und mehr zu einem Sinnesorgan, dass in der Lage ist, nicht nur innerhalb des Körpers zu agieren, sondern auch in Interaktion mit unserer Umwelt zu treten. Das schließt auch die Pflanzenstoffe nicht aus, die uns bei einem Besuch im Wald begegnen. Das Immunsystem kommuniziert mit den von den Pflanzen ausgeschiedenen Stoffen wie eine unsichtbare Antenne unseres Körpers, mit der wir den Wald betreten. Mittlerweile hat man erkannt, dass ein Aufenthalt im Wald nicht nur entspannend und Stress abbauend wirkt und uns durch seine idyllischen Eindrücke kreativ beflügeln kann. Bluttests an Probanden, die sich für einige Stunden im Wald aufhielten, ergaben, dass die Anzahl der natürlichen Abwehrzellen des Immunsystems deutlich angestiegen waren, auch die Aktivität der Abwehrzellen war deutlich höher. Ebenso stieg die Anzahl der Proteine, die das Immunsystem zur Abwehr und dem Abbau von Krebszellen einsetzt. Sobald wir die Waldluft einatmen, atmen wir einen wahren Cocktail an bioaktiven Substanzen ein, darunter die sogenannten Terpene, die die Pflanzen an die Luft abgeben. Diese Terpene strömen uns aus den Baumstämmen, den Nadeln, Blättern, Büschen, Kräutern und Sträuchern, aus dem Unterholz und nicht zuletzt aus Pilzen, Moosen, Farnen usw. entgegen. Auch der Waldboden mit seiner dicken Humusschicht, der ja nur so vor Leben wimmelt, gibt diese Terpene an die Luft ab. Untersuchungen ergaben, dass die sogenannten Anti-Krebs-Terpene aus der Waldluft unserem Immunsystem sehr wohl bekannt sind, und dass sie auf das Immunsystem einwirken, aber auch indirekt über unser Hormonsystem, zum Beispiel durch die Senkung von Stresshormonen. 


Ich möchte Dich einladen, gemeinsam mit mir den Wald und seine Eigenschaften als Heiler bewusst zu erleben. Bei einer entspannten Begegnung mit dem Wald nehmen wir in uns auf, was er uns an kraftspendenden, gesundheitlichen, stressabbauenden und spirituellen Aspekten zu bieten hat. Unterstützt von Meditationen, Räucherstoffen und verschiedenen Übungen entrücken wir dem Alltag, kommen wir wieder in die Ruhe und mehr zu uns selbst. 


Wertschätzungsbeitrag: 50,00 €. Ich bitte um rechtzeitige Anmeldung, die Teilnehmerzahl begrenzt sich auf maximal 6 Personen. Anmeldung persönlich in der Praxis oder telefonisch unter: 0 28 41 88 348 26


Die Anmeldung gilt als verbindlich, sobald die Seminargebühr eingegangen ist. Bankdaten bitte erfragen. Natürlich kann die Gebühr auch bar in der Praxis bezahlt werden.


Bitte festes Schuhwerk tragen und auf eine dem Wetter angepasste Kleidung achten! Für die Meditationen und Pausen bringe Dir eine wetterfeste Unterlage mit, auf der Du bequem sitzen kannst. Für den kleinen Hunger zwischen durch kannst Du Dir einen Snack und etwas zu Trinken mitnehmen.


Treffpunkt: Hülser Berg ,Parkplatz Bergschänke, Rennstieg 1,47802 Krefeld

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